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  • Stephan

Wer eine Vision definiert, kann die Zukunft gestalten.

Aktualisiert: Apr 17

Professionelle Visionsarbeit* richtet das Unternehmen langfristig auf ein Zukunfts- oder Wunschbild aus, alle Strategien und Maßnahmen werden danach ausgerichtet.


*Zusammenarbeit mit Spirit Design. Thinking the future >>> 

Mit seiner Vision des Arbeitens und Lebens in der Nach-Corona-Zeit hat der Zukunftsforscher Matthias Horx eine breite Diskussion angestoßen. Die Corona-Maßnahmen sind eine Zäsur und haben schon einiges in der Welt geändert. Aber sind Visionen nur dumme Träumereien?


Visionen dienen dazu, ein Wunschszenario zur Realität werden zu lassen. 



In der Wirtschaft und im systemischen Coaching wird Vision als ein positives Zukunfts- oder Wunschbild definiert. Die Visionsarbeit dazu ist die anerkannte Technik.


Die Festlegung der Vision bietet gleich mehrere Vorteile:

  1. Mit der Definition der Vision gibt der Unternehmer/das Unternehmen die Richtung vor, an der sich alle – Mitarbeiter, Kunden, Lieferantenten - orientieren können. Das schafft Klarheit und Sicherheit.

  2. Der Unternehmer/das Unternehmen nimmt seine Zukunft selbst in die Hand. Die Vision entspringt den inneren Wünschen des beteiligten Teams und des Unternehmers. Der Mindset ändert sich: Nicht mehr fremdbestimmt, sondern selbstbestimmt von INNEN heraus agieren.

  3. Visionäre verändern die Zukunft, in dem sie sie gestalten. Elon Musk von Tesla oder Steve Jobs von Apple sind internationale Beispiele, aber es gibt auch viele in Österreich: Hans-Peter Haselsteiner, Florian Gschwandtner und viele andere Unternehmer und Startup-Gründer.

  4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen in Unternehmen arbeiten, die eine klare Strategie verfolgen und Sinn stiften (Purpose) - für die Kunden, die Gesellschaft und sie selbst.

„Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist sie zu gestalten.“ Willy Brandt, ehemaliger deutscher Bundeskanzler

Ist einmal die Vision definiert und akzeptiert, entwickelt dies eine enorme Zugkraft und alle Maßnahmen werden zur Erreichung dieses Zieles untergeordnet. Die Vision wird also zur Realität.


Das ist der Idealfall, es gibt aber immer von innen (nennen wir sie Systemerhalter) und von außen (Gesetzgeber, Konkurrenz, Trends) Gegenwind. Deshalb macht es Sinn, auch kritische Kräfte einzubeziehen.


Wie funktioniert für Unternehmen die Visionsarbeit aus systemischer Coaching-Sicht?

Im Rahmen eines Workshops erarbeitet ein Team, bestehend aus den Top-Führungskräften plus wichtiger Stabsabteilung (F+E, Marketing) und Betriebsrat (je nach Wunsch), die Vision und erste Schritte.


Der hier vorgestellte Vorschlag wird je nach Unternehmen, Aufgabe und verfügbarer Zeitraum adaptiert. Für größere Unternehmen sind für den Workshop 2 Tage notwendig, bei einer persönlichen Beratung des Unternehmers (4 Augen-Gespräch) ist es auch in 2 Halbtagen möglich.


Die Location sollte außerhalb der Firmenzentrale sein, sehr gut lässt sich die Visionsarbeit mit einem Naturerlebnis verbinden.

Schritt 1: Einführung / Status-Quo / aktuelle Herausforderungen

Erläuterung der Vorgangsweise und Programmablauf.

Ein Teil des Teams (in Kleingruppen) diskutiert/erarbeitet den Status-Quo und die aktuellen Herausforderungen anhand der aktuellen Unternehmenspräsentation. Die Kleingruppen präsentieren die Ergebnisse, es wird ein gemeinsamer Nenner definiert.


Schritt 2: Das positive Wunschbild

Der zweite Teil des Teams diskutiert die Vision des Unternehmens in 5 oder 10 Jahren. Dabei werden die gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen und Challenges berücksichtigt. Mut und Träumerei sind erlaubt.



  • Welche Lösungen will das Unternehmen in fünf oder zehn Jahren für seine Kunden anbieten?

  • Wie will das Unternehmen die Produkte entwickeln und produzieren?

  • Mit welchen Auswirkungen auf Menschen und Umwelt?

  • Welchen Sinn will es den Mitarbeiterinnen und Kunden mitgeben?

  • Wenn jemand von außen auf das Unternehmen schaut, wie will es wahrgenommen werden?

Schritte 3: Vorstellung der Ergebnisse und Diskussion

Nun werden beide Ergebnisse präsentiert, sowohl Status-Quo als auch Vision werden diskutiert. Möglicherweise macht es Sinn, die Walt-Disney Technik einzusetzen, um weitere Impulse zu generieren (Träumer-Realist-Kritiker).


Dann geht es in die Pause, um die Ergebnisse „sacken“ zu lassen. Am Tag 2 wird fortgesetzt.


Schritt 4: Das Zukunftsbild wird festgelegt


Schritt 5: Reflexion

Die Vision wird nochmals in Kleingruppen reflektiert und dem Umfeld-Check unterzogen.

  • Erzeugt die Vision genug Zugkraft und Sinn?

  • Schafft sie Orientierung?

  • Ist sie mutig genug?

  • Sind die Ressourcen verfügbar?


Schritt 6: Konkretisierung der Maßnahmen

Jetzt geht es darum, konkrete erste Schritte zu definieren. Welche Maßnahmen in

  • F+E

  • Produktion

  • Finanzen

  • Marketing

  • Verkauf

sind zu setzen, um die Vision Wirklichkeit werden zu lassen?


Schritt 7: Kommunikation

Eine Vision gehört an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommuniziert, nur dann kann sie die entsprechende Strahlkraft entwickeln.


Voilà. Ich freue mich auf Ihr Feedback und auf ein Erstgespräch, um im Detail die Visionsarbeit zu erläutern (stephan@gantner-marketing.com, Mobil 0664 814 73 66)

PS: Systemische Visionsarbeit gibt es auch für Einzelpersonen. Ausgangspunkt sind vor allem Orientierungslosigkeit oder Unzufriedenheit mit der derzeitigen privaten und beruflichen Situation. Mehr dazu später…

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